Das Wichtigste im Überblick
Mythos oder Wahrheit: Solarstrom im Winter?
Viele glauben, eine Photovoltaikanlage sei nur im Sommer rentabel. Doch moderne, hocheffiziente Solarmodule widerlegen diesen Mythos. Sie nutzen nicht nur direkte Sonneneinstrahlung, sondern auch diffuses Licht, das durch Wolken dringt. Selbst an einem stark bewölkten Tag können sie noch 10 % bis 25 % ihrer Nennleistung erreichen und so die Grundlast Ihres Haushalts decken.
Effizienz bei Kälte und die Rolle des Wetters
Interessanterweise arbeiten Solarmodule bei kühleren Temperaturen sogar effizienter. Obwohl die Tage im Winter kürzer sind, kann ein klarer, sonniger Wintertag überraschend hohe Erträge liefern. Schnee stellt meist kein Problem dar, da er von den glatten, geneigten Moduloberflächen schnell abrutscht. Regen hat sogar einen positiven Nebeneffekt: Er reinigt die Module kostenlos von Staub und Schmutz.
Ganzjährige Rentabilität im Rhein-Main-Gebiet
Eine PV-Anlage ist eine Investition, die auf das ganze Jahr ausgelegt ist. Während der meiste Ertrag im Sommer erzielt wird (ca. 40 %), tragen auch Frühling (25 %), Herbst (20 %) und Winter (10 %) zur Jahresbilanz bei. Im Rhein-Main-Gebiet beweisen über 1.000 von Volta installierte Anlagen, dass sich Photovoltaik an 365 Tagen im Jahr lohnt und einen wertvollen Beitrag zur Deckung Ihres Strombedarfs leistet.
Die Sonne scheint, die PV-Anlage produziert Strom – dieses Bild haben die meisten Menschen im Kopf. Doch was passiert, wenn der Himmel über dem Rhein-Main-Gebiet grau ist, es tagelang regnet oder sogar eine Schneedecke auf den Modulen liegt? Viele Interessenten stellen sich die berechtigte Frage: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage in unserem wechselhaften deutschen Klima überhaupt, besonders in den dunkleren Wintermonaten?
Die kurze Antwort lautet: Ja, absolut! Ein hartnäckiger Mythos besagt, dass Solaranlagen nur bei strahlend blauem Himmel effektiv arbeiten. Die Realität sieht zum Glück anders aus.
Als Ihr erfahrener Photovoltaik-Partner aus Karben, der die Wetterbedingungen in Hessen seit über 17 Jahren kennt, räumen wir mit diesen Mythen auf. Wir zeigen Ihnen, was eine moderne Solaranlage wirklich leistet, wenn das Wetter mal nicht perfekt ist.
Mythos 1: „Bei bewölktem Himmel produziert die Anlage keinen Strom“
Falsch Moderne, hocheffiziente Solarmodule sind nicht nur auf direkte Sonneneinstrahlung angewiesen. Sie sind auch in der Lage, diffuses Licht – also das Licht, das durch eine Wolkendecke dringt – in Strom umzuwandeln. Natürlich ist der Ertrag geringer als bei direkter Sonne, aber die Anlage steht keineswegs still.
- An einem leicht bewölkten Tag kann eine PV-Anlage immer noch 30 % bis 60 % ihrer Nennleistung erreichen.
- Selbst an einem stark bewölkten, grauen Tag werden oft noch 10 % bis 25 % der Leistung erzielt.
Dieser Grundertrag reicht an vielen Tagen aus, um die Grundlast Ihres Haushalts (Kühlschrank, Router, Standby-Geräte) zu decken und somit Ihre Stromrechnung auch an grauen Tagen zu senken.
Mythos 2: „Im Winter sind die Erträge gleich null.“
Falsch Der Winter ist zwar die ertragsschwächste Zeit des Jahres, aber keineswegs unproduktiv. Zwar sind die Tage kürzer und die Sonne steht tiefer, doch ein physikalischer Effekt kommt den Solarmodulen zugute: Kälte erhöht den Wirkungsgrad. Halbleiter, aus denen Solarzellen bestehen, arbeiten bei kühleren Temperaturen effizienter als bei großer Hitze im Sommer.
Typische Ertragsverteilung einer PV-Anlage im Rhein-Main-Gebiet
Auch wenn die 10 % im Winter wenig klingen: An einem klaren, sonnigen Wintertag kann die Anlage aufgrund der kühlen Temperaturen beeindruckende Spitzenleistungen erzielen. Diese Wintererträge tragen dazu bei, die Grundlast zu decken und die Amortisationszeit Ihrer Anlage weiter zu verkürzen.
Sie möchten wissen, wie Sie Photovoltaik in Ihr Haus integrieren?
Mythos 3: „Schnee auf den Modulen legt die Anlage für Wochen lahm.“
Teilweise richtig, aber meist unproblematisch. Liegt eine dicke, geschlossene Schneedecke auf den Modulen, wird die Stromproduktion tatsächlich stark reduziert oder gestoppt. In unserer Region, dem Rhein-Main-Gebiet, sind solche langanhaltenden Schneelagen jedoch selten.
Zudem haben Solarmodule eine glatte Oberfläche und sind in der Regel mit einer Neigung montiert. Das führt dazu, dass:
- Schnee oft von selbst abrutscht, sobald die Sonne scheint und die Moduloberfläche sich auch nur leicht erwärmt.
- Eine dünne Schneeschicht durch die Sonneneinstrahlung schnell abtaut.
Unser Tipp aus der Praxis:
Versuchen Sie niemals, den Schnee mit Besen oder Kratzern von den Modulen zu entfernen! Die Gefahr, die empfindliche Oberfläche zu beschädigen, ist viel zu groß. In den allermeisten Fällen erledigt die Sonne das Problem innerhalb kurzer Zeit von selbst. Der Ertragsverlust durch wenige Schneetage ist über das ganze Jahr gerechnet minimal.
Mythos 4: „Regen ist schlecht für die Anlage.“
Falsch. Regen hat sogar einen positiven Nebeneffekt: Er ist die kostenlose Reinigungsanlage für Ihre Module. Staub, Pollen und anderer Schmutz, der sich über die Zeit ablagert und den Ertrag leicht mindern kann, wird vom Regen einfach abgewaschen. Nach einem kräftigen Schauer ist Ihre Anlage wieder blitzsauber und bereit für die nächsten Sonnenstunden.
Fazit: Für das Gesamtjahr konzipiert, nicht für den einzelnen Tag
Eine Photovoltaikanlage ist eine Investition, die auf 25-30 Jahre ausgelegt ist. Ihre Wirtschaftlichkeit wird nicht an einem einzelnen regnerischen Tag oder in einer verschneiten Woche gemessen, sondern über den durchschnittlichen Ertrag eines ganzen Jahres.
Moderne Anlagen sind genau für diese wechselhaften Bedingungen, wie wir sie hier in Hessen haben, optimiert. Sie holen das Maximum aus den sonnigen Sommermonaten heraus und produzieren auch in den Übergangszeiten und im Winter einen wertvollen Beitrag zur Deckung Ihres Strombedarfs.
Lassen Sie sich also nicht von den Mythen rund um schlechtes Wetter verunsichern. Die über 1.000 Anlagen, die wir von Volta Energiesysteme im Rhein-Main-Gebiet installiert haben, beweisen jeden Tag, dass sich Photovoltaik an 365 Tagen im Jahr lohnt.
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